Die 14. Dudelsackweihnacht oder „Merry Christmas“ mit The Joyful Kilians

„Weihnachten in Großbritannien –

Was geht auf der Insel ab,

Wenn das Weihnachtsfest bald naht.

Vieles kennt man, manches neu,

womit ich euch jetzt gern erfreu.“

Diese gereimten Zeilen unseres Hofdichters Arndt Schmidt drücken genau aus, wie wir uns am Probenwochenende im November zur 14. Dudelsackweihnacht mit dem Motto „Weihnachten in Großbritannien“ unter der schwungvollen Leitung von The Joyful Kilians gefühlt haben. Stück für Stück feilten wir an Arrangements von bekannten Klassikern und unbekannteren englischen Weihnachtsliedern für unser diesjähriges Weihnachtsprogramm.

Am Abend des 20. Dezember war es dann so weit. Mit „Deck the Halls with Boughs of Holly“ zogen 15 Mühlenpfeiffer in den weihnachtlich geschmückten Saal des Landhauses Studnitz ein, wo uns Sir Lawrence und Lady Harriet gesanglich und instrumental willkommen hießen. Die beiden stilsicher gewandeten Musiker führten mit Anekdoten aus der viktorianischen Zeit und Zitaten von Charles Dickens durch das Programm. Highlights waren ihre Solostücke „In the bleak Midwinter“ und „We three Kings“. Richtig lebhaft wurde es auch beim irischen Weihnachtslied „Christmas in Kilarney“ mit Dirk an der Gitarre, Silke am Waschbrett – ja, damit kann man musizieren! – und Chris als Solopiper auf dem Hümmelchen.

Aber auch unsere bewährten Weihnachtsklassiker durften nicht fehlen. Und so rührten Stücke wie „Stille Nacht“ und „Oh Tannenbaum du trägst ein grünen Zweig“ Lady Harriet zu Tränen. Ein weiterer Gänsehautmoment war Tinas Harfen- und Gesangssolo „Hört der Engel helle Lieder“. Das britische Pendant „Hark the Herald Angels Sing“ wiederum war temporeich und mit einem dialogischen Wechsel der Instrumente inszeniert.

Apropos Instrumente: Die Bandbreite der eingesetzten Instrumente war beeindruckend. Die Kilians setzten verschiedene Saiteninstrumente und Trommeln in Szene, und das Ensemble der Mühlenpfeiffer trat in diesem Jahr mit den verschiedensten Dudelsäcken, Drehleier, Nyckelharpa, Flöten, Geige, Gitarre, Akkordeon, Chalumeau, Shrutibox und Harfe an.

Aber wie heißt es doch umgangssprachlich – nach dem Konzert ist vor dem Konzert. Arndts Worte beschreiben es wieder passend:

„Die Zeit bis teatime ist noch lang,

Dem Briten wird jedoch nicht bang

Christmas cracker sind beliebt

Von zwei Seiten man kurz zieht

Und heraus fall’n wohlbekannt

Papierkrönchen und and’rer Tand.“

Frisch die Papierkrönchen gerichtet und den Tea- bzw. Kaffeedurst schon im Blick ging das zweite Konzert des Wochenendes am Nachmittag des 21. Dezembers ebenfalls sehr gelungen über die Bühne. Das Publikum nahm unsere ausgelassene Stimmung auf und sang und schunkelte joyful mit. Beim fulminanten Finale „Weihnachten steht vor der Tür“ war es dann vollends vorbei mit der britischen Zurückhaltung und das Publikum applaudierte begeistert.

Ein gemeinsames Kaffeetrinken mit leckerem Kuchen rundete den Nachmittag ab.

Ein herzlicher Dank geht an alle, die dieses Konzertwochenende musikalisch möglich gemacht haben: Dirk und Silke Kilian und die Mühlenpfeiffer unter der Leitung von Romeo Kreuch. Ganz lieben Dank auch an Susanne Tille vom „Quartier Goldener Löwe“ und Bärbel Kreuch, die für unser leibliches Wohl gesorgt haben.

Dann bleibt nur noch zu sagen:

„Entspannung kommt am nächsten Tag

Für jeden so, wie er es mag.

Denn boxing day ist Feiertag.

Keine Familie oder Pflichten

Man frönt dem Tun oder mitnichten

Irgendeiner Tätigkeit –

Auf die schöne Weihnachtszeit!“

(Gedicht: Arndt Schmidt, Bericht: Marlene Vogel von Frommannshausen)

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