Bei hochsommerlichen Temperaturen fand vom 18. bis 21. Juni unser Mittsommerkurs mit schwedischem Mittsommerfest statt. Zunächst bedeutete das eine intensive Kursarbeit mit dem kleinen Dudelsack – dem Hümmelchen – von Donnerstagnachmittag bis Sonntagmittag auf verschiedenen Spielniveaus und als dritter Kurs ein Ensemblekurs mit dem Schwerpunkt Swedish Folk unter der Leitung von Ute und Alban Faust statt.
Die Mittsommerkurse
Zehn neugierige Anfänger kamen zum Kurs bei Benjamin Korb und erfuhren vieles zur Geschichte des Dudelsackspiels und zur Wartung von Dudelsäcken. Das Hauptaugenmerk des Kurses lag auf so viel Spielpraxis wie möglich. Notenkenntnisse wurden dabei nicht vorausgesetzt. Eine Teilnehmerin war positiv überrascht, dass sie ihre Fähigkeiten im Laufe des Wochenendes vom stehenden Ton C zur gesamten C-Dur Tonleiter ausbauen konnte. Benjamin Korb war ein sehr geduldiger und einfühlsamer Lehrer und gab allen Kursteilnehmern individuell viele motivierende Tipps.
Fünf fortgeschrittene Spieler probten mit der erfahrenen Kursleiterin Daniela Heiderich mehrstimmige Stücke teils auswendig, teils nach Noten ein. Dabei achtete Daniela Heiderich ganz besonders auf den schwebenden Tonklang „wie eine Hummel und nicht wie eine Hornisse“ und die korrekte Stimmung der Bordune, die den Dauerton erzeugen. Lieblingsstücke der Teilnehmer waren der „Michael Turner’s Waltz“ und „Adieu, la Belle“. Ganz schön ins Schwitzen brachte die Teilnehmer das rhythmisch anspruchsvolle Stück „Como Poden“.
Schon zum dritten Mal begeisterten Ute und Alban Faust eine Gruppe mit zehn Teilnehmern mit ihren schwedischen Rhythmen und Melodien. Der Kurs war interessant besetzt mit Dudelsäcken, Nyckelharpa, Flöten, zwei Drehleiern, Percussion, Harfe und einer Geige. Zunächst wurden „Klassiker“ aus den vergangenen Jahren aufgefrischt, um bei den für unsere Ohren rhythmisch ungewohnten Stücken in einen gemeinsamen Groove zu kommen. Wichtiger war dabei das Hören auf die anderen Mitspieler und nicht so sehr die Noten. Und so hatten die Teilnehmer großen Spaß an dem sich entwickelnden gemeinsamen Sound mit den bekannten und ganz neuen Melodien. Zwei Stücke wurden auch gemeinsam ohne Noten erarbeitet. Im Repertoire des Kurses standen diesmal eine gelungene Mischung aus D-Moll und auch etlichen beschwingten Stücken in F-Dur. Besonders beliebt waren die Polskas und Brudmärsche (Brautmärsche).
Das Mittsommerfest
Ab Samstagnachmittag feierten wir zum ersten Mal ein Mittsommerfest auf dem zwei Wochen zuvor fertiggestellten Platz hinter dem Gasthof Schwabhausen. Das Fest hatte eine lange Vorbereitung erfordert. Ute und Alban Faust hatten schriftlich und per Videokonferenz inhaltlich unterstützt, und die Mühlenpfeiffer und ganz besonders auch Schwabhäuser Vereine sowie Christoph Schröter als Bürgermeister und Gastgeber haben ein gelungenes Fest auf die Beine gestellt. Auftakt waren der Umzug der Mühlenpfeiffer und der traditionelle Tanz der Kinder um die blumig geschmückte Mittsommerstange zu Liedern wie z.B. dem Froschlied. Sehr großen Anklang bei Jung und Alt fand das Binden von Blumenkränzen für die Mädchen und Frauen, was aus Temperaturgründen im Keller stattfand. Ungewohnt für so manches Schwabhäuser Ohr war die mitreißende Live-Musik mit dem Duo „Solid Ghost“, mit Stücken von Daniela Heiderich und schwedischen Melodien von Alban und Ute Faust. Bestimmt trauen sich beim nächsten Mal sogar noch mehr Paare auf die Tanzfläche. Die Kinder hatten großen Spaß bei einem Quiz mit tollen Preisen.
Für das leibliche Wohl war auch bestens gesorgt. Es gab die traditionelle Prinzessinnentorte, Erdbeeren in allen Variationen und natürlich Köttbullar, um nur einige Highlights zu nennen. Der befreundete Verein „Siebleber Nebelgeister“ überraschte die Gäste in der Dämmerung mit einem Walking Act und entzündete das Mittsommerfeuer. Ein weiterer absoluter Höhepunkt auf dem Mittsommerfest war das witzige Theaterstück „Der verzauberte Mittsommerkranz“ dargeboten auf den neu eingeweihten „Schwabhäuser Domstufen“ mit musikalischer Unterstützung der Mühlenpfeiffer.
Nicht traditionell für das schwedische Original, aber ein Muss für Schwabhausen an diesem Abend, war der Ausklang des Festes mit Public Viewing des Fußballspieles Deutschland – Elfenbeinküste, das zum absoluten Glück der Festbesucher am Ende 2:1 für Deutschland ausging – ein Mittsommermärchen ging damit zu Ende.
Die Instrumentenausstellung
Was darf nicht fehlen, wenn gleich 3 Instrumentenbauer vor Ort sind? Die Ausstellung kam gut an.
Das Kranzbinden war der Knaller
Es wurden Mittsommerkränze gebunden, bis keine Pflanzen mehr da waren. Vielen Dank an alle fleissigen Helfer, vor allem die Ungeplanten! Ihr wart der Hammer.
Frei dem Motto “Weckt die Toten”
Trotz großer Hitze zogen die Wechmarer Mühlenpfeiffer lautstark durchs Dorf und leiteten den Beginn des Mittsommerfestes ein.
Die WM liess sich nicht verschieben
Das Fussballspiel Deutschland – Elfenbeinküste wurde per Beamer übertragen und zahlreiche Gäste genossen die sinkenden Temperaturen an der frischen Luft
Der Gastgeber gibt sich die Ehre
Christoph Schröter, Chef des Landhauses, begrüßt die Gäste mit gewählten Worten
Ein mystischer Besuch
Die “Siebleber Nebelgeister” vertrieben böse Energien mit ihren Kräuterkränzen, die an ausgewählte Gäste ausgegeben wurden und entzündeten das Mittsommerfeuer.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt
Der Landgasthof in Schwabhausen hat keine Mühen gescheut, alle Kursteilnehmer satt und glücklich in die Sessions zu schicken
Es war einmal…
Ohne Alban und Ute Faust hätte es das Mittsommerfest so nicht gegeben. Vielen Dank für die Inspirationen, die Mithilfe und euer tolles Konzert sowie einen genialen Ensemblekurs
Daniela Heiderich begeisterte auf Harfe und Dudelsäcken
Daniela’s Musik ist eine Klasse für sich und zusammen mit Merit Zloch konnten wir eine seltene Darbietung zweier großartiger Künstlerinnen geniessen.
Ein Schaubspiel für Groß und Klein
Beim Theaterstück „Der verzauberte Mittsommerkranz“ waren auch die Zuschauer bezaubert – es blieb kein Auge trocken.
Bei traditionell bestem Wetter lässt es sich gut arbeiten
Keiner geht ohne vollen Kopf und einem Lächeln auf den Lippen
Der Saal im Landhaus ist perfekt für den Ensemblekurs
Der Saal im Landhaus Schwabhausen bietet viel Platz für alle möglichen Instrumente
Jeder Kurs kann ungestört sein Treiben geniessen
Fortgeschrittenenkurse haben ihren besonderen Platz im Proberaum der Mühlenpfeiffer.
Der Mühlenpfeiffer e.V. möchte sich bedanken
Vielen Dank an Christoph Schröter und das liebe Personal des Landgasthofes, an unsere Dozenten Alban und Ute Faust und Daniela Heiderich, an unsere Gastmusiker Merit Zloch und Matthias Branschke von “Solid Ghost”, an alle beteiligten Organisatoren und natürlich an die Kursteilnehmer und Gäste. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.
“Solid Ghost” sorgen für Stimmung
Merit Zloch und Matthias “Mattis” Branschke haben nicht nur einen genialen Groove, sie sind auch zwischen den Tunes sehr unterhaltsam!

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